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Herzrasen, das Sie an Hitzewallungen erinnert. Blutdruck, der plötzlich aus dem Ruder läuft. Viele unserer Patientinnen kommen mit genau diesen Beschwerden – und wundern sich, wie eng Wechseljahre und Herz zusammenhängen. Weniger bekannt ist, dass diese Zeit auch eine wichtige Rolle für die Herzgesundheit spielt. Studien zeigen, dass Frauenherzen während und nach den Wechseljahren besonderen Belastungen ausgesetzt sind: hormonelle Veränderungen, insbesondere der Rückgang des Östrogenspiegels, beeinflussen Blutgefäße, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System.
Eine aktuelle Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung betont, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen noch immer unterschätzt werden, obwohl sie – wie bei Männern – die häufigste Todesursache sind.
„Als Kardiologin erlebe ich in meiner Sprechstunde, wie oft Wechseljahresbeschwerden und Herzsymptome verwechselt werden. Ich nehme mir die Zeit, beides gemeinsam zu betrachten.“ – Dr. Theresa Luhmann
→ Termin bei Dr. Luhmann anfragen: 089/ 91 31 91 0
Östrogen wirkt wie ein stiller Beschützer: Es hält die Gefäße geschmeidig, stabilisiert Fette im Blut und dämpft den Blutdruck.
Mit Beginn der Wechseljahre sinkt die Östrogenproduktion. Gleichzeitig steigen andere Hormone wie Testosteron ins Gewicht. Diese hormonellen Veränderungen können Risikofaktoren wie Übergewicht (insbesondere Bauchfett) und Bluthochdruck fördern.
Bluthochdruck: Nach der Menopause verdoppelt sich das Risiko, einen Bluthochdruck zu entwickeln. Der Östrogenspiegel sinkt, was die blutdrucksenkenden, gefäßschützenden Wirkungen mindert.
Übergewicht & Fettverteilung: Bauchfett wird verstärkt eingelagert, was zusätzlich Hormone produziert, die Appetit und Blutdruck beeinflussen.
Schlafstörungen und schlechter Schlaf: Etwa die Hälfte der Frauen erlebt in den Wechseljahren Schlafprobleme, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Schlafqualität und Schlafapnoe hängen zudem mit schlechteren Blutdruck- und Blutzuckerwerten sowie einem höheren Body-Mass-Index zusammen.
Ab 45 Jahren: Jetzt Herzcheck einplanen
Viele Frauen verbinden die Wechseljahre primär mit typischen Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Gewichtszunahme. Doch hormonelle Veränderungen wirken sich oft auch subtil auf das Herz-Kreislauf-System aus:
Herzrasen, Blutdruckschwankungen
Unerklärliche Müdigkeit
Andauernde Schlafprobleme
Erhöhte Stresslevels
Die Herzstiftung weist darauf hin, dass Schlafprobleme und schlechter Schlaf in dieser Lebensphase nicht nur unangenehm sind, sondern messbar mit schlechterer Herzgesundheit zusammenhängen.
Nicht jeder Schweißausbruch in den Wechseljahren ist rein hormonell bedingt. Wann plötzliche Schweißausbrüche auf ein Herzproblem hinweisen können und welche Begleitsymptome ernst zu nehmen sind, haben wir gesondert erklärt.
Ein besonderes Risiko besteht darin, dass Frauen oft andere Herzinfarkt-Symptome zeigen als Männer:
Atemnot
Übelkeit
Schmerzen im Oberbauch oder Rücken
Extreme Müdigkeit
Schweißausbrüche
Angst oder Beklemmung
Diese „stilleren“ Symptome werden oft unterschätzt und führen zu späteren Diagnosen. Die Herzstiftung betont, dass Brustschmerz nicht immer im Vordergrund steht und weitere Warnzeichen besonders bei Frauen beachtet werden sollten.
Wechseljahre sind keine Einbahnstraße. Was Sie heute tun, wirkt sich direkt auf Ihr Herz in den nächsten Jahrzehnten aus – und der Einstieg ist einfacher, als viele denken.
Gesunde Ernährung
Mediterran, ballaststoffreich, viel Obst und Gemüse
Weniger gesättigte Fette, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel
Regelmäßige Bewegung
Mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche (z. B. Walking, Radfahren, Schwimmen)
Krafttraining zur Stärkung von Muskeln und Knochendichte
Blutdruck, Blutfettwerte und Blutzucker im Blick behalten
Kontrollen regelmäßig durchführen
Erwägen, ab der Menopause verstärkt auf Hypertonie (Bluthochdruck) zu achten, da das Risiko steigt.
Gewicht und Körperzusammensetzung beobachten
Bauchfett reduzieren, da es hormonell aktiv sein kann und den Blutdruck erhöhen kann.
Schlafqualität verbessern
Schlafstörungen und ggf. Schlafapnoe ernst nehmen
Gute Schlafhygiene, regelmäßige Schlafzeiten, Entspannungstechniken
Stressmanagement und psychische Gesundheit pflegen
Stress wirkt sich negativ auf Herz und Kreislauf aus
Techniken wie Meditation, Entspannungsübungen helfen
Vorsorgeuntersuchungen frühzeitig nutzen
Check-Ups ab ca. 40 Jahren – besonders wenn Risikofaktoren oder familiäre Vorbelastung bestehen.
Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, ggf. Ultraschalluntersuchungen und EKG evaluieren lassen
Medizinische Beratung bei Verhütungsmethoden und Medikamenten
Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel nutzen und übergewichtig sind: höheres Risiko für Bluthochdruck.
Hormonersatztherapie (HRT): Vor- und Nachteile im Hinblick auf Herzgesundheit sorgfältig abwägen
Herzmedizin muss geschlechtsspezifische Unterschiede stärker berücksichtigen:
Unterschiede in Symptomen, Verlauf und Wirkung von Medikamenten zwischen Frauen und Männern.
Erkrankungen wie Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und Vorhofflatterntreten bei Frauen typischerweise etwa zehn Jahre später auf als bei Männern, aber mit ähnlicher Schwere und Mortalität.
Es ist essenziell, dass Frauen und Ärzt*innen sensibilisiert sind für diese Unterschiede und Vorsorge- sowie Therapieentscheidungen geschlechtsspezifisch angepasst werden.
Ein zentraler Punkt ist die Frage nach einer Hormonersatztherapie (HRT). Während diese Therapie Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen lindern kann, muss ihr Einfluss auf die Herzgesundheit individuell abgewogen werden:
Vorteile können Verbesserung der Gefäßelastizität und des Stoffwechsels sein.
Risiken bestehen in der Erhöhung von Thromboserisiken oder anderen Nebenwirkungen.
Die Herzstiftung betont, dass Bluthochdruck vor und während einer HRT kontrolliert werden sollte.
Neben gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen ist es wichtig, auch das Herz im Blick zu behalten:
Blutdruckkontrolle – idealerweise regelmäßig selbst oder durch Ärzt*innen
Blutfettwerte (z.B. LDL, HDL) und Blutzucker messen lassen
EKG in Ruhe und unter Belastung
Ultraschall von Herz, Halsschlagadern, Becken- und Beingefäßen zur Früherkennung von Gefäßveränderungen
Erfassen von Schlafqualität und Lebensstilfaktoren wie Stress, Ernährung, Bewegung
Die Herzstiftung empfiehlt übrigens einen Vorsorge-Checkup ab etwa 40 Jahren, insbesondere bei familiärer Vorbelastung.
Als zertifizierte Kardiologische Qualitätspraxis bieten wir strukturierte Herzvorsorge nach höchsten fachlichen Standards – mit klaren Abläufen und verständlichen Befundbesprechungen.
Neben der medizinischen Perspektive geht es auch darum, Lebensqualität und Wohlbefinden in den Wechseljahren zu fördern:
Ernährung & Bewegung: Stabilisieren das Gewicht, verbessern das Herz-Kreislauf-System
Psychische Gesundheit: Unterstützung durch Gespräche, Therapie, Gruppenangebote
Schlaf & Erholung: Bedeutung gesunden Schlafs und Auszeiten betonen
In unserer Praxis sehen wir täglich, wie viel ein früher Herzcheck-up bewirken kann. Nicht weil etwas fehlt – sondern weil Sie wissen, wo Sie stehen.
Die Deutsche Herzstiftung hat das kürzlich klar formuliert – und wir erleben es täglich: Viele Frauen kommen zu spät, weil sie ihre Symptome nicht dem Herz zuordnen.
In unserer Praxis ist Dr. med. Theresa Luhmann besonders vertraut mit den kardiologischen Veränderungen rund um die Menopause und nimmt sich gerne Zeit für Ihre Fragen.
Ein kardiologischer Check-up in den Wechseljahren ist keine Vorsichtsmaßnahme, sondern eine kluge Investition: Er zeigt, wie es Ihrem Herz aktuell geht – und was Sie präventiv tun können.
DR. MED. RONALD BEYER
Kardiologie | Innere Medizin | Sportmedizin
DR. MED. THERESA LUHMANN
Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin
| Mo: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
|---|---|
| Di: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
| Mi: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
| Do: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
| Fr: | 08:30–13:00 Uhr |
Hinweis Terminpraxis: Untersuchungs- und Arzttermine erhalten Sie bei uns nur nach Vereinbarung. Sie können jederzeit einen Termin bei erfahrenen Kardiologen hier online vereinbaren oder uns per E-Mail erreichen, während der Sprechzeiten auch telefonisch.
Kurzfristige Termine sind für Kassenpatienten auch im Rahmen der Hausarztvermittlung möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie hier bzw. erhalten Sie von Ihrem Hausarzt.
In nicht lebensbedrohlichen Fällen/ Notfällen erreichen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVB unter 116 117. In lebensbedrohlichen Fällen/ Notfälle erreichen den Notruf unter 112.
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Ein Kardiologe ist der Facharzt für Herz- und Kreislauferkrankungen und damit auch in den Wechseljahren ein wichtiger Ansprechpartner. Während der Menopause sinkt der Östrogenspiegel, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht. Ein Kardiologe kann durch Vorsorgeuntersuchungen, individuelle Beratung und gezielte Behandlungen dazu beitragen, die Herzgesundheit in dieser Lebensphase zu erhalten.
Der Hormonrückgang während der Wechseljahre führt zu Veränderungen im Fettstoffwechsel, Blutdruck und Gefäßsystem. Östrogen wirkt normalerweise schützend auf die Blutgefäße, indem es die Gefäßwände elastisch hält und Ablagerungen vorbeugt. Mit dem Eintritt der Menopause geht dieser Schutz verloren, sodass Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose oder koronare Herzerkrankung häufiger auftreten.
Symptome, die auf eine mögliche Herzbelastung hindeuten, sind unter anderem:
Atemnot bei leichter Belastung
Herzrasen oder Herzstolpern
Druck- oder Engegefühl in der Brust
Plötzliche Schweißausbrüche (nicht nur Hitzewallungen)
Schwindel oder Ohnmacht
Erhöhte Müdigkeit und Leistungsschwäche
Wenn solche Beschwerden regelmäßig auftreten, sollte ein Kardiologe aufgesucht werden.
Hitzewallungen sind ein typisches Symptom der Wechseljahre und entstehen durch hormonelle Umstellungen. Sie treten meist plötzlich auf, dauern wenige Minuten und sind mit einem Hitzegefühl verbunden. Herzbedingte Schweißausbrüche hingegen entstehen oft in Belastungssituationen, sind stärker ausgeprägt und gehen häufig mit Brustschmerzen oder Atemnot einher. Ein Kardiologe hilft, diese Unterschiede sicher abzuklären.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:
Bluthochdruck
Erhöhte Cholesterinwerte
Diabetes mellitus
Übergewicht und Bewegungsmangel
Rauchen
Familiäre Vorbelastung mit Herzkrankheiten
Frauen, die mehrere dieser Faktoren aufweisen, sollten regelmäßig einen Kardiologen aufsuchen, um ihre Herzgesundheit zu überprüfen.
Ein Kardiologe kann verschiedene Untersuchungen empfehlen, darunter:
Ruhe- und Belastungs-EKG
Echokardiographie (Herzultraschall)
Langzeit-Blutdruckmessung
Blutuntersuchungen (Cholesterin, Blutzucker)
Gefäßdiagnostik (z. B. Carotis-Duplexsonographie)
Diese Untersuchungen helfen, Herzkrankheiten frühzeitig zu erkennen und gezielt vorzubeugen.
Ja, die Hormonersatztherapie (HRT) kann Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System haben. Während Östrogen allein oder in Kombination mit Gestagenen manche Beschwerden der Menopause lindert, ist der Einsatz im Hinblick auf Herzgesundheit umstritten. Studien zeigen, dass eine HRT das Risiko für Thrombosen oder Schlaganfälle erhöhen kann. Ob eine HRT sinnvoll ist, sollte immer individuell mit Gynäkologen und ggf. einem Kardiologen besprochen werden.
Eine herzgesunde Lebensweise ist in der Menopause besonders wichtig. Dazu gehören:
Ernährung: Viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, gesunde Fette
Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität (mindestens 150 Minuten pro Woche)
Stressbewältigung: Yoga, Meditation, Entspannungstechniken
Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Kardiologen
Das Metabolische Syndrom bezeichnet die Kombination aus Übergewicht (vor allem Bauchfett), Bluthochdruck, erhöhten Blutzuckerwerten und Fettstoffwechselstörungen. In den Wechseljahren steigt die Wahrscheinlichkeit, dieses Syndrom zu entwickeln. Da es ein Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall ist, sollte es frühzeitig vom Kardiologen erkannt und behandelt werden.
Regelmäßige Bewegung ist eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen. Studien zeigen, dass Frauen in der Menopausedurch Sport ihr Herzinfarktrisiko um bis zu 30 % senken können. Geeignete Sportarten sind Ausdauertraining (z. B. Radfahren, Schwimmen, Walking) kombiniert mit leichtem Krafttraining. Vor Beginn eines neuen Trainingsplans empfiehlt sich ein Belastungs-EKG beim Kardiologen.
Ja, Vorsorge ist in dieser Lebensphase besonders wichtig. Frauen ab etwa 50 Jahren sollten regelmäßige Herz-Kreislauf-Checks beim Kardiologen durchführen lassen – insbesondere, wenn Risikofaktoren oder Symptome vorliegen. So können Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Ja, typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Schlafstörungen werden oft allein den Wechseljahren zugeschrieben. Dahinter können sich jedoch auch Herzkrankheiten verbergen. Deshalb ist eine fachärztliche Abklärung durch einen Kardiologen ratsam.
Ein Kardiologe kann je nach Diagnose verschiedene Maßnahmen einleiten:
Medikamentöse Therapie (z. B. Blutdrucksenker, Cholesterinsenker)
Interventionelle Eingriffe (z. B. Stent, Herzkatheter)
Implantierbare Geräte (Herzschrittmacher, Defibrillator)
Lebensstilberatung für Herzprävention
Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.
Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).
Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.