EKG München

Überblick EKG

Ein Elektrokardiogramm (EKG) zeichnet die elektrischen Signale vom Herz auf. Es ist ein weit verbreiteter und schmerzfreier Test, um Probleme des Herzens schnell zu erkennen und die Gesundheit des Herzens zu überwachen.

EKGs werden häufig beim niedergelassenen Arzt und in der Klinik durchgeführt. EKG-Geräte gehören zur Standardausrüstung an vielen Orten – beim Kardiologen, im Krankenwagen, im OP und auf der Intensivstation. Auch manche Smartwatches haben die Funktion für rudimentäre EKGs (z.B. Apple Watch Series 9).

Warum wird ein EKG durchgeführt?

Ein EKG (Elektrokardiogramm) ist ein schmerzfreier und nicht-invasiver Weg, um die Diagnose unterschiedlicher Probleme des Herzens zu unterstützen. Kardiologen und andere Leistungserbringer nutzen ein EKG zur Differenzialdiagnose bei:

  • Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie)
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Herzinfarkt (akut oder in der Vergangenheit)
  • Therapiekontrolle (u.a. bei Herzschrittmachern)

Ein EKG kann zudem bei folgenden Symptomen hilfreich sein:

  • Schmerzen in der Brust
  • Schwindel
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schneller Puls/ Herzrasen
  • Atemnot
  • Schwäche/ Leistungsabfall

Auch Patienten mit Familienhistorie einer Herzerkrankung können unabhängig von Symptomen ein EKG als Screeningtool erhalten.

Falls Symptome unregelmäßig vorherrschen, so kann das zugrundeliegende Problem im normalen EKG ggf. nicht erkannt werden. Hier wird meist ein Langzeit-EKG empfohlen. Experten unterscheiden folgende Arten:

  • Holter Monitor: Hier wird kontinuierlich das EKG normalerweise für 24 bis 48 Stunden aufgezeichnet.
  • Event Recorder: Hier wird das EKG Signal regelmäßig für ein paar Minuten aufgezeichnet. So kann die Dauer der Aufnahme bis zu 30 Tage ausgedehnt werden. Zudem kann die Aufnahme manuell oder durch automatische Rhythmuserkennung ausgelöst werden.

Risiken

Die Aufzeichnung eines EKGs ist eine sichere Untersuchung. Die aufgebrachten Elektroden messen nur und erzeugen keine Elektrizität, somit sind Stromstöße ausgeschlossen. Das Entfernen der Elektroden kann geringfügig unangenehm sein – ähnlich wie das Entfernen eines Pflasters.

Vorbereitung

Es sind keine spezifischen Vorbereitungen der Patient:innen fürs EKG notwendig. Die aktuelle Medikation sollte mit den Ärzten besprochen werden. Diese kann das Ergebnis beeinflussen.

Verfahren/ Prozedur

Ein EKG wird häufig von Mitarbeiter:innen der Arztpraxis durchgeführt.

Vorher

Ggf. müssen Haare entfernt werden, welche an den Stellen der Elektroden wachsen. Dies wird mit Einmal-Rasierern bewerkstelligt. Anschließend legen Sie sich auf eine Liege.

Während

Bis zu 12 Elektroden werden am Brustkorb, an Handgelenken und Fußgelenken platziert. Die Elektroden kleben am Körper und sind mit Kabeln mit dem EKG- Gerät verbunden. Sie leiten die elektrischen Signale des Herzens zum Gerät, wo sie aufgezeichnet und als Wellendiagramm dargestellt werden (auf Papier oder am Monitor).

Während der Untersuchung muss man ruhig liegen bleiben und normal atmen. Ein Standart-EKG dauert nur einige Minuten.

Nachher

Sie können Ihrem Alltag wieder nachgehen.

Ergebnisse

Ihre Kardiologen können das Ergebnis der EKG- Aufzeichnung am selben Tag oder beim nächsten Termin mit Ihnen besprechen.

EKG- Ergebnisse können folgende Erkenntnisse enthalten:

  • Herzfrequenz: Normalerweise wird die Herzfrequenz mittels Pulsmessung bestimmt. Ein EKG kann hilfreich sein, sofern die Pulsbestimmung Schwierigkeiten bereitet (z.B. zu schnell, unregelmäßig). Ein untypisch schneller Herzrhythmus (Herzrasen/ Tachykardie) sowie untypisch langsamer Herzrhythmus (Bradykardie) können ebenfalls meist gut bestimmt werden. Auch die Herzfrequenzvariabilität (HRV)/ Herzratenvariabilität kann hier analysiert werden.
  • Herz Rhythmus: Ein EKG kann untypische Herzschläge identifizieren (Arrhythmie/ Rhythmusstörung). Ursachen von Rhythmusstörungen können Veränderungen im Reizbildungs- und -leitungssystem sein.
  • Herzinfarkt: Mit Hilfe eines EKGs kann ein aktuell bestehender oder früher abgelaufener Herzinfarkt identifiziert werden. Zudem kann die Lokalisation (z.B. Anteriorinfarkt) und das Ausmaß bestimmt werden.
  • Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzens: Sofern das EKG bei akuten Symptomen durchgeführt wird, so kann identifiziert werden, ob ein reduzierter Blutdurchfluss des Herzmuskels diese Symptome verursachen kann.
  • Veränderungen der Struktur: Ein EKG kann Hinweise auf ein vergrößertes Herz, Herzdefekte und andere Probleme mit dem Herz geben.

Sofern Rhythmusstörung identifiziert werden, kann ein weiteres EKG oder Echokardiogramm hilfreich sein. Die einzuleitende Therapie ist von der Ursache abhängig.

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