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Herzrasen – Wenn das Herz plötzlich schneller schlägt
Ein plötzlicher oder unregelmäßiger Herzschlag kann beunruhigend wirken. Viele Menschen erleben gelegentlich Herzrasen im Laufe ihres Lebens – oft ist es harmlos, aber manchmal kann es auf eine behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung hinweisen.
In unserer kardiologischen Praxis kümmern wir uns um Ihre Beschwerden und helfen dabei, die Ursachen abzuklären sowie geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
Was ist Herzrasen?
Herzrasen, auch als Tachykardie bekannt, beschreibt einen beschleunigten Herzschlag mit über 100 Schlägen pro Minute in Ruhe. Es kann plötzlich auftreten und unterschiedlich lange andauern. Manche Menschen spüren dabei ein kräftiges Klopfen in der Brust, andere eher ein „Flattern“ oder Stolpern.
Typische Symptome bei Herzrasen
Bei häufigem oder intensivem Auftreten dieser Beschwerden sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Untersuchungen in unserer Praxis
Zur Abklärung von Herzrasen nutzen wir verschiedene, schonende Diagnoseverfahren:
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung von Herzrasen hängt von der Ursache ab. Meist sind keine invasiven Maßnahmen nötig. Mögliche Therapien umfassen:
Ihr Herz in guten Händen
Herzrasen kann belastend sein, muss jedoch nicht gefährlich sein. Eine gründliche Untersuchung und individuelle Beratung sind wichtig. In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit, um die Ursachen zu klären und gemeinsam die beste Therapie zu finden.
Vereinbaren Sie gern einen Termin – wir sind für Sie da.
DR. MED. RONALD BEYER
Kardiologie | Innere Medizin | Sportmedizin
DR. MED. THERESA LUHMANN
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Hinweis Terminpraxis: Untersuchungs- und Arzttermine erhalten Sie bei uns nur nach Vereinbarung. Sie können jederzeit einen Termin bei erfahrenen Kardiologen hier online vereinbaren oder uns per E-Mail erreichen, während der Sprechzeiten auch telefonisch.
Kurzfristige Termine sind für Kassenpatienten auch im Rahmen der Hausarztvermittlung möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie hier bzw. erhalten Sie von Ihrem Hausarzt.
In nicht lebensbedrohlichen Fällen/ Notfällen erreichen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVB unter 116 117. In lebensbedrohlichen Fällen/ Notfälle erreichen den Notruf unter 112.
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Herzrasen bezeichnet ein Gefühl von stark beschleunigtem Herzschlag – medizinisch spricht man von Tachykardie, wenn das Herz dauerhaft oder plötzlich mehr als etwa 100 Schläge pro Minute schlägt. Es kann sich anfühlen wie Herzklopfen oder ein unruhiges Herz, oft spürt man es deutlich. Wichtig ist: Nicht jede Tachykardie ist krankhaft. Es gibt viele physiologische Gründe, warum das Herz schneller schlägt – Sport, Aufregung, Koffein, aber auch Stress oder Fieber.
Die Ursachen sind vielfältig und reichen von harmlos bis potenziell gefährlich. Ein Kardiologe unterscheidet typischerweise zwischen:
Physiologische Auslöser
Dazu gehören körperliche Belastung, sportliche Aktivität, Aufregung oder Angst, Konsum von Koffein, Nikotin, bestimmten Medikamenten, Drogen, übermäßiger Alkohol, Fieber oder hormonelle Umstellungen wie bei Schilddrüse.
Herzbezogene Ursachen
Herzkrankheiten wie koronare Herzkrankheit, Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien), Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern, supraventrikuläre oder ventrikuläre Tachykardien). Auch strukturelle Veränderungen des Herzens oder des Leitungssystems zählen dazu.
Stoffwechsel-, Hormonelle oder innerer Auslöser
z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Elektrolytmangel (Kalium, Magnesium), Durchblutungsstörungen, Flüssigkeitsverlust, Blutarmut (Anämie), Medikamente, Nebenwirkungen oder Überdosierungen.
Psychische und äußere Faktoren
Stress, Panikattacken oder Angstzustände, Schlafmangel oder starke emotionale Belastungen können Herzrasen auslösen. Auch Überreizung durch Lärm, Aufregung oder Umwelteinflüsse.
Herzrasen kann sehr unterschiedlich erlebt werden. Typische Symptome sind:
Deutlich schneller Herzschlag, oft über 100 Schläge/Minute
Gefühl, dass das Herz „stolpert“ oder „durchgeht“
Herzklopfen – oft im Brustbereich, manchmal spürbar im Hals oder in der Kehle
Begleitsymptome wie Schwindel, Atemnot, Beklemmung, Engegefühl in der Brust
Schwitzen, Unruhe oder Angstgefühl
In manchen Fällen Übelkeit, Schwäche oder Ohnmachtsgefühle
Falls Herzrasen mit solchen Symptomen einhergeht, insbesondere wenn sie neu sind oder ungewöhnlich stark, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Nicht jedes Herzrasen ist gefährlich, aber einige Warnzeichen deuten auf eine ernsthafte Situation hin:
Herzrasen tritt plötzlich auf und/oder ohne erkennbaren Auslöser
Begleitsymptome wie Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel, Ohnmacht
Herzrasen in Ruhe, also ohne Belastung oder Stress
Herzrasen dauert ungewöhnlich lange oder tritt häufig auf
Sie haben bereits Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes oder andere Risikofaktoren
Es besteht das Gefühl, dass das Herz nicht richtig pumpt oder dass Blut nicht richtig in den Körper gelangt
In solchen Fällen sollte man zeitnah einen Kardiologen aufsuchen – manchmal gilt Herzrasen mit diesen Begleitsymptomen als medizinischer Notfall.
Ein Kardiologe unterscheidet nach verschiedenen Kriterien:
Ort der Tachykardie
Vorhof oder supraventrikulär (z. B. Vorhofflimmern, atriale Tachykardien)
AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT)
Ventrikulär, also aus den Herzkammern (ventrikuläre Tachykardie)
Verlauf / Dauer
Paroxysmal: beginnt abrupt, endet meist spontan
Anhaltend: über längere Zeit andauernd, oft ohne schnelle Rückkehr zum Ruhe-Rhythmus
Regelmäßigkeit
Regelmäßig: z. B. AV-Knoten-Reentry, ventrikuläre Tachykardien
Unregelmäßig: Vorhofflimmern, extrasystolische Belastung
Ausprägung und Häufigkeit
Gelegentlich vs. häufig
Nur bei Belastung vs. auch in Ruhe
Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil sie Wirkung auf Risiko, Prognose und Therapie hat.
Ein erfahrener Kardiologe führt in der Regel eine umfassende Diagnostik durch, um Ursache, Ausmaß und Therapiebedarf zu ermitteln:
Befragung (Anamnese): Wie oft tritt Herzrasen auf, wie lange, unter welchen Bedingungen (Ruhe, Belastung), ob Begleitsymptome vorhanden sind, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme.
körperliche Untersuchung: Blutdruck, Puls, Hören der Herztöne, ggf. Abtasten des Pulses.
Ruhe-EKG zur Sichtung der Herzfrequenz und Rhythmusstörungen.
Langzeit-EKG (24-Stunden oder länger), um Rhythmusstörungen festzustellen, die nicht andauern und nicht im Ruhe-EKG sichtbar sind.
Belastungs-EKG (z. B. auf dem Laufband oder Fahrrad), um zu prüfen, wie das Herz unter Belastung reagiert.
Echokardiographie (Herzultraschall), um Struktur des Herzens, Pumpleistung, Klappenfunktion und mögliche Schäden zu beurteilen.
Labordiagnostik: Schilddrüsenwerte, Elektrolyte, Blutbild, ggf. Marker für Herzmuskelschädigung.
Weiterführende Untersuchungen je nach Verdacht: elektrophysiologische Untersuchungen (EPU), Katheterablation, Bildgebung, ggf. MRT oder CT des Herzens.
Je nach Ursache, Schwere und Häufigkeit der Tachykardie setzt der Kardiologe unterschiedliche Therapiestrategien ein:
Lebensstiländerungen
Stress reduzieren
Ausreichend Schlaf
Reduktion von Koffein, Alkohol, Nikotin
Regelmäßige körperliche Aktivität, angepasste Ausdauerübungen
Flüssigkeitsmanagement (ausreichend trinken)
Vermeidung von Auslösern wie starke Hitze, intensive Anstrengung bei untrainiertem Zustand
Medikamentöse Therapie
Medikamente zur Frequenzkontrolle (z. B. Betablocker, Kalziumantagonisten)
Medikamente zur Rhythmuskontrolle, wenn Rhythmusstörung vorliegt und Wiederherstellung eines normalen Rhythmus sinnvoll ist
Behandlung von Begleiterkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Elektrolytstörungen
Interventionelle Verfahren
Katheterablation: gezielte Verödung von Arealen, die die Tachykardie auslösen
Kardioversion bei bestimmten Formen von Vorhofflimmern oder anderen rhythmusstörenden Zuständen
Implantierbare Geräte
Herzschrittmacher, wenn das Herz unregelmäßig oder zu langsam reagiert (z. B. als Teil eines Brady‐Tachykardie-Syndroms)
Defibrillator (ICD) in Fällen, in denen ein hohes Risiko für lebensbedrohliche Rhythmusstörungen besteht
Nachsorge & Begleitmaßnahmen
regelmäßige Kontrolle beim Kardiologen
Monitoring mit Langzeit-EKG oder Event-Recorder
Rehabilitation, Herzsport bei Bedarf
Vorbeugung ist immer besser als Behandlung. Ein Kardiologe empfiehlt Maßnahmen wie:
Gesunder Lebensstil: Ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf
Stressmanagement: Entspannungstechniken, Meditation, Achtsamkeit, ggf. Therapie bei Angst oder Panik
Vermeidung von Triggern: Reduktion von Koffein, Nikotin, Alkohol, bei Medikamenten etwa Nebenwirkungen prüfen lassen
Kontrolle von Begleiterkrankungen: Bluthochdruck, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Elektrolytstörungen, Übergewicht
Regelmäßige Check-ups beim Kardiologen, besonders wenn bereits Herzprobleme, familiäre Vorbelastung oder Risikofaktoren bestehen
Wenn Sie plötzlich Herzrasen verspüren und es nicht direkt möglich ist, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, können Sie folgende Maßnahmen probieren (wenn vorherige Diagnostik keine gefährlichen Ursachen ausschließt):
Ruhig hinsetzen oder hinlegen, Körper entspannen
Tiefes, bewusstes Atemholen
Manöver wie Valsalva-Manöver (z. B. Luft anhalten und gegen geschlossene Nehmen und Lippen drücken) oder leichtes Pressen
Kaltwasser-Gurgeln oder kaltes Wasser trinken kann manchmal helfen
Stressfaktoren sofort reduzieren
Wenn Herzrasen sehr stark ist oder nicht nachlässt, oder wenn Begleitsymptome auftreten, gilt: ärztlich abklären oder Notfallversorgung nutzen.
Sie sollten unbedingt einen Kardiologen aufsuchen, wenn:
das Herzrasen neu auftritt und ungewöhnlich stark ist
es häufig wiederkehrt oder über einen längeren Zeitraum anhält
Begleitsymptome wie Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel, Ohnmacht vorhanden sind
Risikofaktoren für Herzerkrankungen bestehen (z. B. Bluthochdruck, Diabetes, familiäre Vorbelastung)
Sie bereits eine bekannte Herzkrankheit oder Herzprobleme haben und sich Ihr Zustand verändert hat
Vorherige Diagnostik noch keinen klaren Befund erbracht hat
Ein Kardiologe kann mit spezifischen Untersuchungen herausfinden, ob die Tachykardie harmlos ist oder ob Therapie notwendig ist.
Der Kardiologe ist entscheidend in:
Diagnosestellung: Er grenzt verschiedene Ursachen ab, führt EKGs, Langzeitmessungen und ggf. elektrophysiologische Untersuchungen durch.
Therapieplanung: Er wählt je nach Form der Tachykardie und individuell passender Therapieansatz – medikamentös, interventionell oder device‐gestützt.
Risikoeinschätzung: Bewertung, ob Herzrasen gefährlich sein könnte, ob Thromboserisiken, Schlaganfallrisiken oder Herzschäden drohen.
Langfristige Begleitung: Nachsorge, Kontrolle, Anpassung von Therapie, Rehabilitation.
Prävention: Beratung zu Lebensstil, Auslösern, Änderung von Risikofaktoren
Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.
Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).
Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.